Was ist eine Angriffsfläche?

Die Angriffsfläche wird definiert als alle Schwachstellen und Zugangspunkte einer Organisation, die ein Angreifer nutzen könnte, um ohne Autorisierung oder technische Kontrollen auf Ressourcen innerhalb eines Netzwerks zuzugreifen oder diese zu missbrauchen. Dies kann lokale Software, Prozessausführung, externe, mit dem Netzwerk verbundene Geräte, eingebettete Systeme, Datenanalyseroutinen, Edge- und Endgeräte, Datenübertragungspipelines, Cloud-Anwendungen und sogar physische Medien wie USB-Sticks umfassen.

Demo Check Point Management der externen Angriffsfläche Bewertung externer Angriffsflächen

Arten von Angriffsflächen

Das Verständnis und die Kontrolle der Angriffsfläche sind zu einer Grundlage für die umfassende Cyberabwehrstrategie einer Organisation geworden. Je besser eine Organisation ihre sich ständig verändernde Angriffsfläche versteht, desto schneller kann sie potenzielle Schwachstellen beheben, bevor diese ausgenutzt oder Daten exfiltriert werden. Kontinuierliche, vollautomatisierte Tools zur Verwaltung der externen Angriffsfläche, die mitunter Bestandteil einer Lösung für externes Risikomanagement sind, helfen Unternehmen, das gesamte Ausmaß der zu verteidigenden Angriffsfläche zu ermitteln.
Angriffsflächen lassen sich grob in drei Typen einteilen:

Digitale Angriffsfläche

Die Angriffsfläche der IT-Umgebung eines Unternehmens ist die Summe aller Schwachstellen in der Software und in allen anderen digitalen Assets im Web, einschließlich:

  • Webanwendung: Schwachstellen in der Webanwendung, wie z. B. SQL-Injection und Cross-Site-Scripting (XSS).
  • Server und Datenbanken: Fehlkonfigurationen oder ungepatchte Schwachstellen in Servern und Datenbanken.
  • Endgerät: Laptops, Desktops, mobile Geräte und andere Endgeräte, die eine Verbindung zum Netzwerk herstellen.
  • Cloud Dienste: Schwachstelle innerhalb der Cloud-Netzwerk-Infrastruktur und -Dienste.

Physische Angriffsfläche

Die „physische Angriffsfläche“ bezieht sich auf die konkrete Hardware, die angegriffen werden könnte, um unbefugten Zugriff zu erlangen, und umfasst:

  • Netzwerkgerät: Router, Switches und andere Netzwerkhardware.
  • Lokale Server: Physischer Zugang zum Rechenzentrum und den Serverräumen.
  • Arbeitsplätze und Laptops: Physischer Zugang zu den Geräten der Mitarbeiter.

Angriffsfläche für Social Engineering

Die Angriffsfläche für Social Engineering besteht darin, die menschliche Psychologie auszunutzen, um unbefugten Zugriff zu erlangen, unter anderem durch:

  • Phishing-Angriffe: E-Mails oder Nachrichten, die darauf abzielen, Benutzer zur Preisgabe sensibler Informationen zu verleiten.
  • Vortäuschung falscher Tatsachen: Die Erfindung eines vorgetäuschten Szenarios, um persönliche Informationen zu stehlen.
  • Köderung: Das Platzieren von bösartigen Geräten (z. B. USB-Sticks) an Orten, von denen sie entwendet und verwendet werden könnten.

Bedeutung der Angriffsflächenanalyse

Die Analyse der Angriffsfläche ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung:

  • Mögliche Schwachstellen identifizieren: Das Verständnis aller Angriffspunkte ermöglicht es Unternehmen, ihre Schwachstellen zu erkennen, bevor Hacker sie ins Visier nehmen. Eine Methode zur Identifizierung solcher Schwachstellen ist der Penetrationstest.
  • Sicherheit priorisieren: Anlagenbesitzer können die Analyse der Angriffsfläche nutzen, um ihren Verteidigungsplan neu zu ordnen und sich zunächst auf die wichtigsten Cyberrisiken und -gefährdungen zu konzentrieren.
  • Verbesserung der Reaktion auf Sicherheitsvorfälle: Die Kenntnis Ihrer Angriffsfläche ermöglicht eine effektivere und effizientere Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.
  • Compliance und Auditierung: Regelmäßige Analysen gewährleisten die Einhaltung der Branchenregeln und bereiten die Organisation auch auf Sicherheitsaudits vor.

Strategien zur Verringerung der Angriffsfläche

Eine Verringerung der Angriffsfläche wird erreicht, indem die Spuren möglicher Eintrittspunkte und Schwachstellen beseitigt werden. Einige Ansätze sind:

  • Regelmäßige Updates und Patches: Durch die Installation von Patches aus der Sicherheitspatchliste bleiben alle Systeme und Anwendungen auf dem neuesten Stand und Sicherheitslücken, die Angreifer auszunutzen versuchen, werden geschlossen.
  • Netzwerksegmentierung: Die Aufteilung des Netzwerks in Abschnitte, um die Ausbreitung eines Angriffs zu verhindern, begrenzt die Auswirkungen problematischer Sicherheitslücken.
  • Zugriffskontrolle: Die Implementierung robuster Zugriffskontrollmaßnahmen, wie z. B. der mehrstufigen Authentifizierung (MFA), gewährleistet, dass nur autorisierte Benutzer Zugriff auf sensible Systeme und Daten haben, wodurch das Risiko von Kontokompromittierungen und unberechtigtem Zugriff erheblich reduziert wird.
  • Mitarbeiterschulung: Durch die Schulung der Mitarbeiter für solche Szenarien wird der Einfluss von Social-Engineering-Angriffen verringert, indem die Mitarbeiter über gängige Taktiken zur Herbeiführung einer Sicherheitslücke sowie über spezifische Methoden für Phishing-Betrug usw. aufgeklärt werden.
  • Schwachstellenmanagement: Regelmäßige Schwachstellenanalysen und Penetrationstests dienen der Identifizierung und Minderung potenzieller Risiken. Ein effektives Schwachstellenmanagement stärkt Ihre Organisation gegen vielfältige Cyberangriffe.

Durch die Anwendung dieser Strategien kann Ihr Unternehmen seine bestehende Sicherheitslage überarbeiten und Sicherheitsverbesserungen in verschiedenen Bereichen umsetzen.

Tools und Services zur Verwaltung der Angriffsfläche

Verschiedene Tools und Services können dabei helfen, die potenzielle Angriffsfläche zu minimieren:

Angriffsflächenmanagement mit IGS

Wirksame Maßnahmen zur Minimierung der Angriffsfläche einer Organisation zu ergreifen, ist etwas, das man nie aufgeben sollte, und dazu benötigt man zweifellos die besten Tools und Services.

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